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Werbung mit „Olympia“, „olympisch“, den olympischen Ringen oder Ähnlichem

Regelmäßig vor Beginn einer Olympiade sind Werbungen mit Begriffen wie „olympisch“ populär. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) behauptet in seinem Leitfaden über Werbemöglichkeiten und -grenzen während der währen der Olympischen Spielen, es sei "in jedem Fall "unzulässig folgende Bezeichnungen allein oder in Zusammensetzung sowie die entsprechenden Wörter oder Wortgruppen in einer anderen Sprache in Werbemaßnahmen zu benutzen: Olympiade, Olympia, olympisch, Olympionike. Dies gilt auch für Hashtags wie z.B. #olympia, #olympischespiele, #olympicgames. Das ist in dieser Pauschalität nicht richtig.

Rechtlich geschützt sind zwar sowohl die Olympischen Ringe und Begriffe wie „Olympiade“, „Olympia“, „olympisch“ (Vgl. § 1 III OlympSchG). Der Schutz umfasst allerdings nur eine unangemessene Rufausbeutung. Die liegt nur dann vor, wenn die Werbung die Wertschätzung der Olympischen Spiele oder der Olympischen Bewegung so ausnutzt, wie sie nur einem offiziellen Sponsor oder Ausstatter von teilnehmenden Athleten zusteht. Das kann zwar nach Rechtsprechung der Fall sein, wenn die Werbung sich mit einem Motiv auf die Olympischen Spiele bezieht. Die Abbildung einer Medaille in der Hand eines Sportlers ist aber kein olympisches Motiv (BGH v. 7.3.2019 – I ZR 225/17 - olympiaverdächtig). Wegen des engen Schutzbereichs des Olympiaschutzgesetzes werden Klagen wegen dessen Verletzung in der Praxis oft abgewiesen.

Beispiele:
Die Verwendung der Aussagen „Olympische Preise“ und „Olympia-Rabatt“ stellt keine unlautere Ausnutzung der Wertschätzung der Olympischen Spiele oder der Olympischen Bewegung dar (BGH v. 15.5.2014 - I ZR 131/13 – Olympia Rabatt.) Auch die Werbung für Sportbekleidung mit den Worten „olympiaverdächtig“ und „olympiareif“ ist erlaubt (BGH v. 7.3.2019 – I ZR 225/17 - olympiaverdächtig).