"Buttonlösung"

...und welcher Button die meisten Umsäzte generiert.

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"Rechtssicher werben" - Der Praxisratgeber für Werbung und Akquise

Jetzt bestellen und Abmahnungen vermeiden

Wer nicht wirbt, der stirbt, heißt es. Aber auch wer wirbt, generiert nicht immer nur Umsätze. Die Verwendung von nicht lizensierten Medien oder geschützter Bezeichnungen oder Designs kann ebenso teure Abmahnungen verursachen, wie rechtswidrige Werbung. Dieses Buch hilft, Abmahnungen zu vermeiden. Häufige rechtliche Risiken bei der Kreation und Durchführung von Werbekampagnen werden für den Laien verständlich erläutert. Viele Beispiele und Praxistipps machen das Buch zum unverzichtbaren Begleiter für jeden, der wirbt.

Thomas Seifried, Rechtssicher werben, XchangeIP Verlag; Auflage: 1. (13. September 2019), 180 Seiten, ISBN 978-3-00-063110-8.

Erhältlich im Buchhandel oder bei Amazon

Leseproben:

Inhaltsverzeichnis

Aus KAPITEL 3 - DIE AUSWAHL DES MATERIALS

Aus KAPITEL 4 - INHALT DER WERBUNG

Aus KAPITEL 7 - SUCHMASCHINENWERBUNG (SEARCH ENGINE ADVERTISING - SEA)

„Button-Lösung“ zum Schutz der Verbraucher vor sogenannten „Abofallen“

Mit Wirkung zum 1.8.2012 wurde in § 312g BGB ein neuer Abs. 3 und ein Abs. 4 eingeführt:

(3)  1Der Unternehmer hat die Bestellsituation bei einem Vertrag nach Absatz 2 Satz 1 so zu gestalten, dass der Verbraucher mit seiner Bestellung ausdrücklich bestätigt, dass er sich zu einer Zahlung verpflichtet.2Erfolgt die Bestellung über eine Schaltfläche, ist die Pflicht des Unternehmers aus Satz 1 nur erfüllt, wenn diese Schaltfläche gut lesbar mit nichts anderem als den Wörtern „zahlungspflichtig bestellen“ oder mit einer entsprechenden eindeutigen Formulierung beschriftet ist.

Fehlt bei einer Onlinebestellung der die Bestellung abschließende Bestellbutton („zahlungspflichtig bestellen“ odereiner ähnlichen Formulierung), kommt kein Vertrag zustande. Abs. 4 lautet:

(4)  Ein Vertrag nach Absatz 2 Satz 1 kommt nur zustande, wenn der Unternehmer seine Pflicht aus Absatz 3 erfüllt.

Der Onlinehändler kann dann also auch keine Bezahlung verlangen.

Gemäss der amtlichen Begründung gelten die Formulierungen „kaufen“, „kostenpflichtig bestellen“ und „zahlungspflichtigen Vertrag schliessen“ als entsprechende Formulierungen. Auktionsplattformen dürfen auch die Formulierungen „Gebot abgeben“ und „Gebot bestätigen“ verwenden.

Nicht ausreichend sind hingegen Formulierungen wie beispielsweise „abschliessen“, „anmelden“, „bestellen“, „Bestellung abgeben“ oder „weiter“.

Die Button-Lösung gilt an sich nur, wer an Verbraucher (§ 13 BGB) verkauft. Wer seine Produkte sowohl an Verbraucher, als auch an gewerbliche Kunden anbietet, muss ebenfalls einen solchen Bestellbutton in den Bestellprozess einbinden. Wer nur an Gewerbetreibende oder Freiberufler anbietet, wird Vorkehrungen treffen müssen, damit Verbraucher keine Bestellungen aufgeben können. Ein bloßer Hinweis, man wende sich nur an Gewerbetreibende, wird nicht ausreichen (vgl. BGH v. 31.03.2010 – I ZR 34/08 – Gewährleistungsausschluss im Internet)

Die Button-Lösung gilt auch für ausländische Betreiber von Onlineshops, wenn diese ihre Produkte auch an deutsche Verbraucher anbieten.

"Zahlungspflichtig bestellen" verkauft schlechter als "kaufen"

Einer Studie zufolge [LINK: http://www.internetworld.de/Nachrichten/E-Commerce/Zahlen-Studien/Explido-Studie-zur-Button-Regelung-Richtige-Button-Bezeichnung-beeinflusst-Abverkauf], soll übrigens der Button „zahlungspflichtig bestellen“ signifikant schlechtere Umsätze generieren, als ein Button „kaufen“ oder „kostenpflichtig bestellen“. Die meisten Umsätze hatte in einem der beiden durchgeführten Tests der schlichte Button „kaufen“ generiert.

Autor: Anwalt Internetrecht und Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz Thomas Seifried

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